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Junkerhof

Der Junkerhof war wohl das älteste Gebäude (ca 8.Jh) in Westerhausen. Einst als Wasserburg gebaut sollte sie den Seeübergang (damals war fast alles unter Wasser) an der engsten Stelle schützen. 1892 wurde diese enge Fuhrt mit einer Brücke (einem breiten Stein)versehen. Noch heute heisst diese Strasse “ Am Breiten Stein”. Der auf dem Wasserschloss wohnende Adlige war der Landrichter der auf dem Hünenberg seine Gerichte abhielt. Ab 1343 erwarben die Regensteiner Grafen Westerhausen mit der Wasserburg. Sie liessen diese auf Eichenpfähle im Morast stehende Gebäude umbauen und als Witwensitz für ihre Frauen herrichten. 1629 quartierte sich der Oberbefehlshaber Albrecht von Wallenstein sowie zwei Jahre später sein Nachfolger Graf von Tylli hier ein. Nachdem dreissigjährigen Krieg wurde es abermals umgebaut. der Junkerhof wechselt nun oft seine Besitzer. Wilhelm I kauft 1733 den Junkerhof und vereinigt ihn mit dem “Amt” zur Königlichen Domäne. Im Zuge der Separation wurde im Jahre 1848 die Königliche Domäne aufgelöst-

Stark zerfallen

Die Arbeiter des Junkerhofes wohnten hauptsächlich in der Ochsengasse heute Hohe Strasse. Ursprünglich waren die Häuser damals alle ebenerdig wie heute nur noch das Haus Nr. 496 ist. Der Besitzer dieses Hauses musste an die Domäne 1 Groschen und 3 Pfennige Erbzins sowie 20 Tage Handdienst zahlen. Für den Garten musste dazu 1 Taler und 25 Groschen bezahlt werden.

Junkerhof um 1850

Die angrenzende Feldstrasse die zum Stadtweg (nach Quedlinburg) führte wurde 1897 sowie 1910 gepflastert. Beim Bau der Turnhalle neben der Strasse im Jahre 1985-1989 wurde eine frühgeschichtliche Anlage (Alter ca 6500 Jahre) ausgegraben.

Gegenüber vom Junkerhof befindet sich “Koggel im Grossen Garten”. 1789 belehnte der König von Preussen hier den Schafmeister Friedrich Münchhoff mit einem wüsten Fleck und 1 Morgen Amtsgarten mit der Auflage dieses in drei Jahren urbar zu machen und ein Haus darauf zu bauen. Die Abgaben an die Domäne für Haus und Garten betrug 8 Taler Erbenzins, für den wüsten Fleck 3 Taler Erbenzins. Im Garten fanden auch Pferdeparaden statt.

Parade in Koggels Großen Garten