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 Strassenhistorie

Laut Stand März 2003 gibt es in Westerhausen 51 Straßennahmen.

Im 14. bzw. 15. Jh. musste jedes Haus ein Zeichen (Hauszeichen, Hausmarke) oder einen  Namen führen. Die Hausmarken wurden auch auf Grabsteinen angebracht. Durch den Bevölkerungswachstum wurde es notwendig Hausnummern einzuführen (ab 1795). Bald darauf musste schon Strassenweise numeriert werden. In Westerhausen ist noch die alte Durchnumerierung erhalten geblieben, deshalb solch hohe Hausnummern von weit über 500. 1910 erfolgte die Umstellung der Hausnummern und Strassen in ihrer heutigen Reihenfolge.

1791 hatte Westerhausen 264 Häuser, davon 176 Bauernhäuser

1911 waren es 538 Häuser davon 234 Bauernhäuser

1990 waren es 605 Häuser davon 3 Bauernhäuser

Oberdorf - War damals eine der höchst bebaute Stelle. Mit den “ Flämischen Höfen” (Nr. 8,9,12 und 13) finden wir hier die ältesten Häuser aus dem 16. Jh. 1867 wurde das Oberdorf gepflastert. Von 1933 bis 1945 war es die Hindenburgstrasse.

Hinter dem Amte - Die Strasse die hinter dem ehemaligen Domänenhof (Amtshof 1885 abgebrannt) entlang führte. Haus Nr. 31 war der Eingang zum Domänenhof. Haus Nr. 28 und 34 wurde für den ungarischen Domänenverwalter des Grafen von Tättenbach errichtet. 1907 erfolgte die Pflasterung der Strasse. Beim Bau der Kanalisation wurden 1993 vier durchbohrte Eichenstämme, Länge 3,5 m und Durchmesser 60 cm geborgen. Diese dienten im Mittelalter als Wasserleitung zur Viehtränke von Alte Amt und Junkernhof.

Altes Amt - Dies war alles einmal der Amtshof bis 1885 dieser abbrannte und hier eine neue Strasse mit kleinen Häusern entstand.

Schulstrasse - Erste Schule( Nr. 75 ) hier 1807 gebaut. Schulunterricht gab es schon im 16.Jh. Es folgten 1858 Schulhaus Nr. 80 dann 1899 Schulhaus Nr76 auf dem Kirchhof und schliesslich 1971 die neue Schule. Das Haus Nr. 88 war das alte Dorfbackhaus.

Planstrasse - Bei Haus Nr. 111 befand sich der “ Plan” , eine Kampf - und Turnierwiese im Mittelalter. Es gab hier zwei Freibauernhöfe “Nr. 105 und Nr. 110/111. Von 1933-1945 gehörte sie zur Hindenburgstrasse. 1993 erhält sie eine Bitumendecke.

Schanze - Einst eine mittelalterliche Schanzenbefestigung vom” Alten Amt

Elern - Der Name stammt von den Erlen und Weiden die am Mühlgraben hier standen

Hessengasse - Man nahm gern eine Abkürzung von dem Heerweg den sogenanntem Hetzweg. Dies war ein Teil davon. Er verlief von Halberstadt nach Westerhausen über die Hessenberge nach Warnstedt bis Ballenstedt, wo er wieder auf den Heerweg traf.

Grüne Strasse - Sie führte zum Kohlhof (Gemüseanbau)

Vor der Schäferei - auf der Rappbode - Heute “Strasse des Friedens”- Geht von Abzweig Planstrasse bis zur ehemaligen HO - Gasstätte (Nr. 131-137). Der Name kommt von der ehemaligen unteren Amtsschäferei (Haus-Nr.133-136+225). Im Jahr 1932 neu gepflastert. 1993 erhielt sie im Rahmen der Kanalisation eine neue Bitumendecke. Die Brücke an der Rappbode wurde 1791 neu gebaut. Der kreuzende Mühlgraben hatte auf jeder Seite eine Furtdurchfahrt führ die Ackerwagen.

Triebsandgasse -niederdeutsch für Treibsandgasse. Da hier Sandsteinfelsen war, wurde bei Regen und Wind viel Sand (vor der Pflasterung) heruntergetrieben.

Der Moorteich - Heute “Strasse des Friedens” - Sind die am tiefsten liegenden Häuser vor Ortsausgang nach Quedlinburg (Nr. 153-162).  Bis zum 17 Jh. war hier ein See von 30 Morgen. Das Wasser wurde abgeleitet und das Land zu Acker - und Weideland gewonnen. Der Strassenuntergrund bei der Brücke war so morastig, dass er über 1m tief beim Strassenneubau abgetragen werden musste. Die Pflasterung erfolgte 1899 und 1912.

Am Baderberg - Kann nicht genau gedeutet werden. Bader (Friseur) sollen hier nicht gewohnt haben. 1993 erhielt sie Kanalisation.

Am Fischberg - Soll ihren Namen nach vom anliegenden Berg haben, der in seiner langgestreckten Form einen Fisch ähneln soll. Er trennte den Moorteichsee vom 500 morgen- See hintern Königstein. An der Nordostecke stand um 1800 noch ein Maulbeergarten, welchen der Amtmann bewirtschaften musste. Die Seide musste an den König von Preussen abgeliefert werden. Ein zweiter  privater Maulbeergarten befand sich etwas westlicher. Der letzte Anbau war 1935 auf dem Friedhof am Thie. Er diente zur Gewinnung von Fallschirmseide.

Mühlenstrasse - Der Name stammt von der dort stehende Untermühle ab.

Auf der Bleiche - Hier stand nur das uralte Fischerhaus. Es wurde 1988 abgerissen und ein neues Wohnhaus hingesetzt.

Börnecker Strasse - Die Strasse führt nach Börnecke.

Halberstädter Strasse - Die Strasse führt Richtung Halberstadt

Auf der Graue - Heute “Strasse des Friedens” - Die Graue ist die nördliche Strassenseite von der Rappbode bis zum Kriegerdenkmal (Abzweig Halberstädter Strasse bis  Abzweig Thie (Nr. 265-291). Der Name kommt von Grave, was Graben bedeutet und war ein Schutzwall für das “Hus” (heute Kirchturm), ein Fluchtturm und eine Befestigung der Franken um 800. Von der Graue ging ein direkter Weg, der “Kempenstieg”, zum Königstein und Schützenplatz. Auf diesen Weg kamen auch die Bewohner der Dorfstelle “Kampe” (später Wüstung ) bei den Harslebener Bergen nach Westerhausen zur Kirche. 1853 wurde die Graue gepflastert

Vor dem Tore - Heute ” Strasse des Friedens” . Sie geht etwa von der Abzweigung “Hinter dem Amt” auf der Südseite  der “Strasse des Friedens” bis Abzweig Oberdorf ( Nr. 367-391). Der Name des Tores bezieht sich auf das Tor des Domänenhofes “Altes Amt” (Nr.31).

Auf dem Thie - Der Name leitet sich von “Thing” der alten germanischen Versammlungsstätte ab. Seit dem Königreich Westfalen nannte man sie auch “Lusehöhe” (Lauschöhe) wo in kriegerischen Zeiten ein Lauschposten (Wachposten) stand. Heute ist hier der Friedhof. Vom Thie bis zur Friedhofsstrasse war auch ein frühgeschichtliches Gräberfeld.

Hohlweg - Dieser Weg war Teil des mittelalterlichen Handelsweg vom Königshof in Quedlinburg nach Blankenburg und weiter.

Schmiedeberg - Nach einer dort vorhandenen Schmiede benannt. Das Spritzenhaus stand hier am unteren Ende. Das Haus Nr. 332 war einst “ Herberge  zur Heimat “ für wandernde Handwerksgesellen.

Im kleinen Felde - Heute  “ Strasse des Friedens “. Geht auf einen kleinen Ackerstreifen “ Zum heiligen Land “ zurück Geht etwa vom Antikladen bis zum Abzweig Lästerberg nur auf der nördlichen Strassenseite(Haus Nr. 367-391).

Lästerberg - Die Strasse liegt an dem Lästerberg. Dieser Berg mit seinen eisenhaltigen Gesteinsplatten war ein wichtiger Lieferant für Baumaterial für Scheunen und auch für Wohnhäuser. Über den Berg soll gelästert worden sein. Dort stand einmal eine Gerichtsstätte. Auch soll im 17 Jh. hier ein Galgen gestanden haben.

Blankenburger Strasse - Hat nur drei Häuser etwas ausserhalb von Westerhausen. Strasse führt nach Blankenburg.

In der Steggel - Ein “Steg” führte hier über das sumpfiges Gelände. Daher der Name. Später wurde die Strecke verrohrt. Hier waren nach 1945 zwei Baufirmen angesiedelt.

Der Mühlenberg - Er ist ein Sandsteinhügel. Durch seinen Sandstein ging der unterirdisch in Felsen geschlagene Mühlgraben. Der Weg teilt sich in “Unter dem Mühlenberg” und “ Über den Mühlenberg” .Schon 1897 wurde “Unter dem Mühlenberg “ gepflastert. der “Obere Mühlenberg” wurde erst 1908 gepflastert. 1901 erfolgte ein Brunnenbau am Gemeindehaus (Armenhaus) Nr.428.

St. Stephan -Hier stand die erste St. Stephanikirche (Holzkirche) neben den damaligen Pfingsanger (Festwiese). Sie wurde zwischen 822-826 erbaut. Sie soll wahrscheinlich bei Haus Nr.454 gestanden haben. Der grosse Friedhof daneben soll sich von Haus Nr.453 bis Warnstedter Strasse und vom Metzingsberg bis zu Haus Nr.462 erstrecht haben. Da Westerhausen ein Archidiakonat war, zu den mehrere Siedlungen gehörten, die ihre Toten hier bestatteten, hatte er diese Grösse. Die ältesten Häuser waren Nr.449,452 und453.Haus Nr.449 war einst ein Fischerhaus am Seearm des Bruchsees.

Warnstedter Strasse - Richtung Warnstedt, war Teil des uralten Handelswegs “Bräuweg”. Auf ihn wurde das Bier nach Thale gebracht. Die meisten Häuser wurden um 1930 gebaut (Ostseite).1927 wurde die Strasse gepflastert.

Am Hüneberg - Hier soll eins ein grosses Felsgebilde gestanden haben, dessen Quadersandstein zum westerhäuser Strassenpflaster genutzt wurde. Auch eine Sandgrube gab es noch sehr lange . Es soll einst einmal ein Gerichtsberg gewesen sein, wo der Huno ( später Landrichter) seine Sitzungen abhielt. Daher wahrscheinlich der Name. in unmittelbarer Nähe war der Pfingstanger, wo die alten Westerhäuser ihr Frühlingsfest feierten. Späte Bebauung. Vor 1913 gab es nur Haus Nr. 502 und 503. In 503 wohnte der letzte Leinenweber von Westerhausen. Der Schafstall vom Junkernhof befand sich im Garten von Nr. 468.

Vor dem Junkernhof - Die Strasse führt vom ” ST. Stephan” vor dem Junkernhof zum “ Breiten Stein ”. 1921 wurde die Strasse gepflastert. Eine Nebengasse ist der Metzingsberg.

Metzingsberg - Sie führt durch die Dreckgatsche zur Obermühle bzw. zum Oberdorf.

Hohe Strasse - Eine Strasse die bergan führt. Sie hatte früher den Namen Ochsengasse. Hier wohnten die Landarbeiter vom Domänenhof (Junkernhof).

Wolfsberg - Bis 1910 wurden die Hausnummern südlich des Zapfenbachs mit dem Begriff über dem Wasser gekennzeichnet, also auch diese Strasse. 1935-1945 hiess sie “Saarstrasse”. 1925 wurde sie gepflastert.

Feldstrasse - Sie führte ostwärts in die Feldflur. Hier befindet sich ein Neubaugebiet (Eigenheime).Beim Bau der Turnhalle und des Heizhauses wurde eine prähistorische Siedlung ausgegraben mit einem Alter bis 6500 Jahre.

Gartenstrasse - Früher Wiesenstrasse, Junkernwiesen. Kurzes Strassenstück dessen weiterführender Feldweg zum alten Stadtweg nach Quedlinburg geht.

Am Breiten Stein - Das Strassenstück welche den Zapfenbach beim Junkernhof überquert. Hier waren früher nur zwei Fussgängerbrücken. Die Fuhrwerke fuhren durch eine Furt im Zapfenbach. 1892 wurde dann eine breite Fahrbrücke gebaut.