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Königstein

Der Königstein, der zwei liegende Kamelen ähnelt ist das Wahrzeichen von Westerhausen. Er ist eine uralte germanische Kultstätte. Eine Besonderheit des  Königsteins sind die sogenannten kultischen ” Sonnenscheiben” von ca 1m Durchmesser, die aus den Felsen heraus gemeisselt bzw. mit Holzkeilen herausgesprengt wurden. Drei halb fertige Scheiben sind noch erhalten. Etliche Vertiefungen zeigen noch heute an , wo solche Scheiben herausgebrochen wurden. Als Mühlräder waren sie in der Qualität zu schlecht (Wabenbildung).Es gibt bis heute keine  Erklärung für diese Scheiben. Der Königstein steht seit 1985 als Naturdenkmal unter Schutz. Der verhärtete Sandstein ist durch Kieselsäure imprägniert und dadurch quarzistisch geworden, was eine gewisse Härte des Gesteins verursachte. In der Nähe wurde bei Bauarbeiteten an der B6n eine aufwendige Grabanlage (Kugelamphorenkultur) der Jungsteinzeit freigelegt.

Kamelkopf

Kamelkopf von Norden im Sonnenlicht und im Gegenlicht

Kamelelsen von Westen

Zwei Ansichten Ansicht von Norden

Steinmulden - Hier wurden einst die Scheiben harausgehauen

Ansicht von Süden

Sogenante halbfertigeSonnenscheibe auf der Nordseite

Die bemerkenswertesten Funde wurden 1935 sowie 1938 gemacht. Unter den Bestatteten fand man einen erwachsenen Mann, an dem zu Lebzeiten eine Schädeltrepanation ( Öffnung der Schädelkalotte) durchgeführt worden war. Es wurde nachgewiesen das eine Knochenmarkbildung im Operationsbereich erfolgte. Dies ist nur möglich, wenn diese Person den Eingriff um mehrere Jahre überlebte. Ein weiterer Schädel mit solchen Merkmalen wurde in nicht allzuweiter Entfernung gefunden. Diese medizinischen Eingriffe geschahen vor etwa 5000 Jahren. War der Königstein ein kultisch-medizinisches Zentrum der Jungsteinzeit?

Aufnahme von 1930. Keine Bäume vorhanden. Schöner freier Anblick.

Freischneiden des Königsteins 2011 durch ABM Kräfte

Blick nach Börnecke

Aufnahme von 2010

Westliches Kamel Mitte:vorn Ausgehauende Sitzgelegenheit.Hintenlinks : Sitzliege

Rechts daneben : ausgemeisselte Sitzecke, Meisselspuren sind noch zu erkennen.

Westliches Kamel Nordseite :seltsame Ausarbeitung

Nordseite östliches Kamel : mehrere Sitznischen

Immer wieder kommen Kletterer auch von sehr weit her um sich am Felsen zu üben. Dies ist an dem weichen Sandsteinfelsen des Naturdenkmals nicht unbedingt gut (kleine Steinabbrüche)

Südlicher Kopf vor dem Königstein: eine alte Sitznische ist zu erkennen